
한국어 번역은 아래에서 읽으실 수 있습니다.
Wir folgen der Schulleitung die Treppe hinauf und durch die langen Gänge der Grundschule. Es ist sehr ruhig in dieser Schule. Die Fenster in den Wänden der Klassenräume geben den Blick frei auf Einzeltische, frontal ausgerichtet zur Tafel. Aber die Räume sind alle leer. Am Ende des Flurs werden Stimmen hörbar und schon befinden wir uns im fächerübergreifenden Unterricht einer 5. Klasse zum Thema „Demokratiebewegung des 18. Mai“.
In der Mitte stehen die Stühle im Kinositz, damit wir darauf Platz nehmen können, um dem bewegenden Vortrag der Schüler:innen zu folgen. An der digitalen Tafel werden Schwarz-Weiß-Fotografien und ein YouTube-Musikvideo einbezogen, in unseren Händen halten wir eine deutsche Übersetzung der einzelnen Folien.
Danach werden wir aufgefordert, mit den Schüler:innen an Stationen ins Gespräch zu kommen. Es gibt vier Gruppentische und jede:r von uns Erwachsenen erhält einen eigenen Laufplan, damit es nicht zu voll an den einzelnen Stationen wird. Die Schüler:innen halten alle ihr Tablet mit einer Übersetzungsapp bereit. Es herrscht ein reger Austausch in diesem Klassenraum und die Schüler:innen begegnen uns mit großer Neugier.
Insgesamt lernen hier 82 Schüler:innen, verteilt auf die Jahrgänge 1 bis 6, unterrichtet von 13 Lehrkräften. Ursprünglich wurde die Schule einmal für sehr viel mehr Kinder gebaut.

Kleine Lerngruppen, große Ausstattung
In der Mittelschule folgen wir der Schulleitung ebenfalls durch leere, ruhige Flure. Auch hier steht ein Großteil der Klassenräume leer. Aktuell gehen 53 Schüler:innen auf die Mittelschule in der südlichen Provinz Jeollanam-do, verteilt auf die Jahrgänge 7 bis 9, unterrichtet von 11 Lehrkräften. Von Jahr zu Jahr werden spürbar weniger Jugendliche eingeschult.
Im 1. Stock landen wir im Englischunterricht einer 7. Klasse. Die kleinen Einzeltische sind zu drei Gruppentischen zusammengeschoben. Auf jedem Gruppentisch ein Laptop. Die junge Englischlehrerin unterrichtet 12 Schüler:innen, ihre Stimme wird durch ein Mikrofon verstärkt – dies schont die Stimme und alle können sie besser verstehen, wie sie uns später erklärt (und ich denke ein bisschen wehmütig an meine schmerzenden Stimmbände nach dem Kunstunterricht und die kleine Zyste, die dort diagnostiziert wurde). An der digitalen Tafel hat die Lehrerin die Inhalte Folie für Folie vorbereitet. Ihr Unterricht ist frontal, aber interaktiv. Zum Abschluss gibt es ein digitales Quiz, bei dem sich die Schüler:innen an den Gruppentischen auf Antworten einigen müssen. An den Tischen unterstützt eine zweite muttersprachliche Englischlehrerin die Aussprache der Schüler:innen.
Im naturwissenschaftlichen Unterricht einer 8. Klasse arbeiten die Schüler:innen ebenfalls gemeinsam an Gruppentischen. Hier liegen und stehen Schulbücher, Laptops und verschiedene Gefäße mit Wasser, Eis, Salz und Thermometern. Auf dem Laptop wird die Veränderung der Temperatur gemessen und als Grafik dargestellt. Es herrscht ein munteres Treiben.
Im Sportunterricht einer 9. dürfen wir Kin-Ball bewundern: Drei Mannschaften spielen gegeneinander, wobei das Miteinander innerhalb der Mannschaften deutlich spürbarer wird als das Gegeneinander. Ich kannte diese Sportart noch nicht, finde sie aber großartig zur Teambildung.

Am nächsten Tag besuchen wir eine High School mit den Jahrgängen 10 bis 12. Unser Besuch beginnt mit einer einführenden, zweisprachigen Präsentation durch die Schulleitung. Auch hier scheut man sich nicht, darauf hinzuweisen, was die größte Sorge aller Schulen in ländlichen Regionen ist: Ca. 1500 Schüler:innen gingen vor 10 Jahren auf diese Schule mit technischer Spezialisierung – heute sind es noch 150.
Aber die Räume bleiben, ebenso wie die vielen Lehrkräfte und die vollumfängliche Ausstattung, bei der wir deutschen Lehrkräfte alle vor Neid ganz grün werden: in jedem Raum Computer und mehrere große Bildschirme, ein Raum mit 10 Robotern, einer mit 20 Schalt- und Steckpulten, ein anderer mit 20 Drohnen und Coding-Laptops, unzählige 3D-Drucker und eine riesige CNC-Fräse. Es fehlen in den meisten Räumen nur eben die Schüler:innen, um an den so toll ausgestatteten Tischen Platz zu nehmen.

Im Gespräch mit den verschiedenen Kollegien merke ich, dass wir Bremer Lehrkräfte immer in Angst vor Kürzungen denken: „Werden die Lehrkräfte versetzt?“, „Wird die Schule mit einer anderen Schule zusammengelegt?“, „Wann muss die Schule geschlossen werden?“.
Aber unsere Sorgen sind nicht die der Koreaner:innen. Koreanische Lehrkräfte kennen es nicht, dass an Bildung gekürzt oder gespart wird. Denn Bildung war der Schlüssel zum wirtschaftlichen Aufstieg. Hohe Investitionen in die Bildung seit dem Ende des Koreakrieges 1953 machten das damals noch sehr arme Land innerhalb weniger Jahrzehnte zu einer der erfolgreichsten Industrienationen der Welt. Niemand käme hier auf die Idee, an Bildung zu kürzen. Für ein Land ohne besondere Rohstoffe und Bodenschätze ist die Bildung der Bevölkerung die wichtigste Investition in die Zukunft. Und das spüre ich an allen Ecken und Enden.
Unser deutsches „Denken in Sparmaßnahmen“ ist den Lehrkräften hier völlig fremd. Dafür haben sie eine starke pädagogische Haltung und genießen mit ihrem Beruf eine hohe Anerkennung in der Gesellschaft. Koreanische Lehrkräfte sind dafür da, Kinder zu bilden, ihnen wichtige Werte für ein gesundes und nachhaltiges Zusammenleben mitzugeben und sie zu demokratischen Bürger:innen zu erziehen. Gute Bildung ist wertvoll in Korea. Und Kinder sind es auch, denn davon gibt es zunehmend weniger in diesem Land.
Warum es immer weniger Schüler:innen gibt
Die Gründe lassen sich an zwei Fingern aufzählen, wobei die dahinterliegenden Ursachen komplex sind.
Grund Nummer 1 für die sinkenden Schüler:innenzahlen ist der demografische Wandel. Südkorea hat mit einem Wert von 0,7-0,8 eine der niedrigsten Geburtenraten der Welt. Eine Familie zu gründen, erscheint hier nicht sehr erstrebenswert. Junge Menschen wollen nach 12-jähriger Schulbildung, Lernen bis spät in die Nacht an Akademien und einem jahrelangen Studium an der Uni ihr Leben und ihre Karriere genießen – insbesondere Frauen. Eigene Kinder bekommen, um sie demselben Druck mit Blick auf die Abschlussprüfung Suneung auszusetzen? Die eigene Karriere aufgeben? Nein danke.
Suneung, die Abschlussprüfung nach der 12. Klasse, scheint die Wurzel allen Übels zu sein. Ein Test an einem einzigen Tag, an dem das Leben in Südkorea stillsteht. Selbst der Flugverkehr wird eingeschränkt, um die Schüler:innen bei der Bearbeitung der Multiple-Choice-Fragen nicht zu stören. Multiple-Choice? Genau, denn kein anderes Testformat ist so fair in seiner Bewertung.
Die Testergebnisse des Suneung entscheiden über die Karrierechancen des weiteren Lebens. Darauf vorbereiten tun vor allem die Lernakademien und eine riesige Branche an Privatlehrkräften. In den Schulen selbst versuchen die Lehrkräfte einen Spagat zwischen Bildung, Erziehung und Prüfungsvorbereitung. Je weiter vom Abschlusstest entfernt, desto innovativer und kindorientierter empfinde ich die Schulen. An Kitas und Grundschulen wird Erfahren und Erleben großgeschrieben. Insbesondere vom Projektunterricht können wir in Deutschland so einiges lernen. Ab der Mittelstufe und spätestens in der High School wird Schule zunehmend auf die Prüfung ausgerichtet – was unter den gegebenen Umständen auch nachvollziehbar erscheint.
Grund Nummer 2 für die sinkenden Schüler:innenzahlen ist die starke Landflucht. Die Schulen, die wir besuchten, lagen alle in der Provinz Jeollanam-do. Jeollanam-do ist mit diesem Problem aber nicht allein. Junge Menschen zieht es in die Millionenmetropole Seoul. Alle anderen Provinzen und Städte, insbesondere ländliche Regionen, sind stark von Abwanderung betroffen.
In Seoul wiederum ist die sinkende Schüler:innenzahl kaum spürbar. Dafür spüren Eltern hier den Druck und die hohen Kosten für Akademien und Privatlehrkräfte umso mehr. 1400 Euro pro Monat kann es hier kosten, sein Kind in die entsprechenden Akademien zu schicken (so schilderte es uns eine koreanische Lehrerin einer High School in Seoul).
Der Preis koreanischer Fürsorge
Was ich an dieser Stelle wichtig finde: Der Druck zum Lernen bis spät in die Nacht kommt nicht von den Lehrkräften an den Schulen, sondern entsteht unter den Eltern.
Das mag für uns absurd klingen. Warum hören die Eltern nicht einfach auf damit, so viel Druck auf ihre Kinder auszuüben? Schließlich wollen Eltern doch immer das Beste für ihr Kind. Und ja, das wollen sie auch in Korea. Aber hier gehören eine gute Akademie am Nachmittag, eine Privatlehrerin am Abend, ein Spezialkurs am Wochenende und ein extra Lernprogramm in den Ferien zum guten Kümmern dazu. Um diese Einstellung zu verstehen, knirscht es etwas in unseren deutschen Köpfen. Aber von koreanischen Eltern ist dieser Fokus aufs Lernen gut gemeint. Aus ihrer Sicht ist es ein Ausdruck von Fürsorge, das eigene Kind im Lernen so gut wie möglich zu unterstützen. Und auch Kinder und Jugendliche wünschen sich diese Fürsorge und möchten, genau wie ihre Mitschüler:innen auch, die besten Akademien und Privatlehrkräfte besuchen. Fleißig zu sein und viel zu lernen, ist in der koreanischen Kultur eine Tugend. Der starke Konkurrenzdruck im relativen Benotungssystem ist jedoch Öl im Feuer der psychischen Gesundheit.
Alternative Schulen und Berufsschulbildung
Jetzt fragen wir uns natürlich, ob es nicht auch ein gutes Leben ohne Suneung in Korea gibt. Der Großteil der Bevölkerung würde dies möglicherweise verneinen, so fest verankert ist der hohe Wert dieser Abschlussprüfung in den Köpfen der Menschen. Aber bei unserem Besuch in der Provinz Jeollanam-do wurde uns auch die Vielfältigkeit des Bildungssystems gezeigt, das alternative Wege für Schüler:innen bereithält.
Berufsschulen und alternative Schulen mit besonderen pädagogischen Konzepten sind selten in Korea, da ein abgeschlossenes Universitätsstudium als Norm angesehen wird. Aber es gibt diese Schulen und sie werden bildungspolitisch auch gefördert.
Die von uns besuchten Schulen waren sogar so beliebt, dass es ein Auswahlverfahren für die Schüler:innen gibt, um aufgenommen zu werden. Das Besondere: Hier lernen die Schüler:innen in den Jahrgängen 10 bis 12 nicht für die Abschlussprüfung Suneung, sondern interessengeleitet und spezialisiert. Wir sahen zum Beispiel eine alternative Privatschule mit der Spezialisierung auf Grafikdesign, Film, Fotografie, Holz-, Metall- und Keramikhandwerk mit ganz wunderbaren Werkstätten und geöffnetem Unterricht. Sowie eine öffentliche Berufsschule mit Spezialisierung auf Technik, Coding und Robotik mit großen Maker Labs, in denen die Schüler:innen bis 22 Uhr einfach das bauen konnten, worauf sie Lust hatten.
Nach dem Besuch dieser Schulen werden die Schüler:innen entweder direkt in Betriebe übernommen oder können sich ohne Abschlussprüfung an einer Uni bewerben – wenn auch nicht an einer der beliebten, karriereöffnenden SKY-Unis. Denn die Universitäten machen in der Regel ihre eigenen Auswahlverfahren und da es vor allem in ländlichen Regionen wie Jeollanam-do an Nachwuchs mangelt, kann man hier auch ohne die sagenumwobene Abschlussprüfung studieren.
Wenn man das liest, klingt Bildung in Korea doch gleich etwas entspannter, oder? Diese Perspektive geht in der internationalen Berichterstattung tatsächlich häufig verloren. Deshalb ist es mir so wichtig, sie hier ausdrücklich darzustellen.

Was Korea und Deutschland verbindet
Bildung in Korea ist vielfältig. Es gibt nicht das eine Bild von Unterricht aus Frontalbeschallung, das sich wie ein klebriges Klischee in unseren Köpfen festsetzt. Wir haben mit unserer Lehrkräftedelegation ganz wunderbare Schulen besuchen dürfen, die uns zeigten, dass Kinder in Korea eigentlich ganz ähnlich lernen wie in Deutschland – nämlich durch Erfahren und Erleben sowie durch Ko-Konstruktion in Zusammenarbeit.
Ja, der Druck, viel zu lernen, immer mit dem Ziel, eine gute Abschlussprüfung zu schreiben, ist enorm. Aber es gibt in Korea auch den Weg der Berufsschulbildung sowie alternative Schulen, die angewählt werden können. Eltern entscheiden dies mit ihren Kindern.
Und wenn ihr mich fragt, haben wir hier eine weitere Gemeinsamkeit, die tief verwurzelt in der kulturellen Geschichte unserer beider Länder ist.
Während Korea bildungstechnisch in den pädagogisch sinnfreien Suneung-Vorbereitungen feststeckt, ist es bei uns die Mehrgliedrigkeit des Schulsystems, von der wir uns nicht lösen können. Lehrkräfte beider Länder sehen die Nachteile und zeigen Bestrebungen oder zumindest den tiefen Wunsch, diese Systeme zu ändern. Eine ältere koreanische Lehrerin sagte ganz deutlich, dass sie ihr Leben lang darauf hofft, dass der Abschlusstest endlich abgeschafft wird. Ähnlich wie ich mir als deutsche Lehrerin wünsche, dass wir die frühe Selektion und Gymnasien endlich abschaffen.
Aber auch hier entscheiden am Ende die Eltern, ob wir Gymnasien noch brauchen, weil sie in den Köpfen zur erstrebenswerten Norm gehören, oder ob eine Schule für alle Kinder nicht vielleicht besser für die Zukunft unserer Gesellschaft ist.
Die tradierten Normen sitzen fest verankert in unseren Köpfen, den koreanischen und deutschen, und es braucht tiefe und durchaus auch unbequeme Reflexion und den Mut zur Veränderung, um die bekannten Wege zu verlassen und etwas Neues zu wagen.
Ohne Zweifel können beide Länder viel voneinander lernen. Insbesondere die Kitas und Grundschulen habe ich als sehr innovativ und projektorientiert erleben dürfen. Hier kann uns Korea in Sachen BNE und Erinnerungskultur ein großes Vorbild sein. Auch finde ich die Haltung der Grundschullehrkräfte zur Bildung und Erziehung der Kinder bewundernswert. Ich spürte, wie wertvoll Kinder und ihre Bildung in Korea sind. Und ich wünschte, in Deutschland würden wir diesen Wert ebenfalls erkennen – bevor es zu spät ist.

Hinweis zur koreanischen Übersetzung
Dieser Text ist aus einem deutsch-koreanischen Bildungsaustausch entstanden, daher möchte ich ihn auch auf Koreanisch zugänglich machen. Für die Übersetzung habe ich KI genutzt, sollte es dabei zu Ungenauigkeiten gekommen sein, freue ich mich über Hinweise. Vor allem hoffe ich, dass die koreanische Fassung zum gegenseitigen Verstehen beiträgt. Über Austausch, Feedback oder Ergänzungen freue ich mich sehr.
한국어 번역에 대한 안내
이 글은 독일과 한국의 교육 교류에서 비롯된 글이기에, 한국어로도 읽을 수 있도록 하고 싶었습니다. 번역에는 AI를 활용했으며, 그 과정에서 부정확한 부분이 있다면 알려 주시면 감사하겠습니다. 무엇보다 이 한국어 번역이 서로를 이해하는 데 도움이 되기를 바랍니다. 의견이나 피드백, 보충할 내용이 있다면 언제든 반갑게 듣겠습니다.
값을 매길 수 없이 소중한 것: 한국의 아이들과 교육
우리는 교장 선생님을 따라 계단을 올라 초등학교의 긴 복도를 지나간다. 학교 안은 아주 조용하다. 교실 벽에 난 창문 너머로는 칠판을 향해 일렬로 놓인 개인 책상들이 보인다. 하지만 교실들은 모두 비어 있다. 복도 끝에서 목소리가 들리기 시작하고, 우리는 어느새 ‘5·18 민주화운동’을 주제로 한 5학년의 융합 수업 안에 들어와 있다.
교실 가운데에는 우리가 앉을 수 있도록 의자들이 극장식으로 놓여 있다. 우리는 그 자리에 앉아 학생들의 감동적인 발표를 듣는다. 전자칠판에는 흑백 사진들과 유튜브 뮤직비디오가 함께 활용되고, 우리 손에는 각 슬라이드의 독일어 번역본이 들려 있다.
그 후 우리는 학생들과 각 활동 지점에서 이야기를 나누도록 안내받는다. 네 개의 모둠 테이블이 있고, 우리 어른들 각자에게는 동선표가 주어진다. 한 지점에 사람이 너무 몰리지 않도록 하기 위해서다. 학생들은 모두 번역 앱이 켜진 태블릿을 준비해 두고 있다. 교실 안에는 활기찬 대화가 오가고, 학생들은 큰 호기심을 가지고 우리를 맞아 준다.
이 학교에는 1학년부터 6학년까지 모두 82명의 학생이 다니고 있으며, 13명의 교사가 이들을 가르치고 있다. 원래 이 학교는 훨씬 더 많은 아이들을 위해 지어진 학교였다.
작은 학급, 훌륭한 시설
중학교에서도 우리는 교장 선생님을 따라 비어 있고 조용한 복도를 지나간다. 이곳에서도 교실의 상당수가 비어 있다. 현재 전라남도 남부 지역에 있는 이 중학교에는 7학년부터 9학년까지 모두 53명의 학생이 다니고 있으며, 11명의 교사가 이들을 가르치고 있다. 해마다 입학하는 청소년의 수가 눈에 띄게 줄어들고 있다.
1층에서 우리는 7학년 영어 수업에 들어간다. 작은 개인 책상들은 세 개의 모둠 테이블로 붙여져 있다. 각 모둠 테이블 위에는 노트북이 하나씩 놓여 있다. 젊은 영어 교사는 12명의 학생을 가르치고 있다. 교사의 목소리는 마이크를 통해 증폭된다. 나중에 그녀가 설명해 주듯, 이렇게 하면 목을 보호할 수 있고 학생들도 교사의 말을 더 잘 들을 수 있다. 그 말을 들으며 나는 미술 수업을 마친 뒤 아팠던 내 성대와, 그곳에서 진단받았던 작은 낭종을 조금은 쓸쓸하게 떠올린다. 전자칠판에는 교사가 수업 내용을 슬라이드 하나하나로 준비해 두었다. 수업은 교사 중심으로 진행되지만 동시에 상호작용적이다. 마지막에는 디지털 퀴즈가 진행되고, 학생들은 모둠별로 답을 의논해 결정해야 한다. 각 테이블에서는 또 한 명의 원어민 영어 교사가 학생들의 발음을 도와준다.
8학년 과학 수업에서도 학생들은 모둠 테이블에 앉아 함께 활동하고 있다. 테이블 위에는 교과서와 노트북, 그리고 물, 얼음, 소금, 온도계가 담긴 여러 용기가 놓여 있다. 노트북에서는 온도의 변화가 측정되어 그래프로 나타난다. 교실 안에는 활기찬 움직임이 가득하다.
9학년 체육 수업에서는 킨볼 경기를 볼 수 있었다. 세 팀이 서로 경기를 펼치는데, 그 안에서 팀 안의 협력이 훨씬 더 강하게 느껴졌다. 나는 이 운동을 처음 알게 되었지만, 팀워크를 기르기에 아주 훌륭한 스포츠라고 느꼈다.
다음 날 우리는 10학년부터 12학년까지 있는 고등학교를 방문한다. 방문은 교장 선생님의 이중언어 소개 발표로 시작된다. 이곳에서도 농촌 지역 학교들이 가장 크게 걱정하는 문제가 무엇인지 숨기지 않고 이야기한다. 기술 특성화 학교인 이 학교에는 10년 전만 해도 약 1,500명의 학생이 다녔지만, 지금은 150명만 남아 있다.
하지만 공간은 그대로 남아 있다. 많은 교사들도, 완벽에 가까운 시설도 그대로다. 우리 독일 교사들이 부러움에 얼굴이 초록색이 될 정도의 시설이다. 모든 교실에는 컴퓨터와 여러 대의 큰 화면이 있고, 어떤 방에는 로봇 10대가, 또 다른 방에는 회로와 연결 실습 장비 20세트가, 다른 방에는 드론 20대와 코딩용 노트북들이 있다. 수많은 3D 프린터와 거대한 CNC 밀링 머신도 있다. 이렇게 훌륭하게 갖추어진 책상들에 앉을 학생들만 대부분의 공간에 없을 뿐이다.
여러 교직원들과 이야기를 나누면서 나는 우리 브레멘 교사들이 얼마나 늘 삭감에 대한 두려움 속에서 생각하는지를 깨닫는다. “교사들이 다른 학교로 전근 가게 되나요?”, “학교가 다른 학교와 통합되나요?”, “언제 학교가 문을 닫게 되나요?”
하지만 우리의 걱정은 한국 교사들의 걱정이 아니다. 한국 교사들은 교육이 삭감되거나 절약의 대상이 되는 상황을 잘 알지 못한다. 왜냐하면 교육은 한국 경제 성장의 핵심 열쇠였기 때문이다. 1953년 한국전쟁이 끝난 이후 교육에 대한 높은 투자는 당시 매우 가난했던 이 나라를 몇십 년 만에 세계에서 가장 성공적인 산업국가 중 하나로 만들었다. 이곳에서는 누구도 교육 예산을 줄이자는 생각을 쉽게 하지 않는다. 특별한 원자재나 천연자원이 없는 나라에서 국민의 교육은 미래를 위한 가장 중요한 투자다. 그리고 나는 그것을 곳곳에서 느낀다.
우리 독일식의 “절약과 삭감 중심의 사고”는 이곳 교사들에게는 매우 낯선 것이다. 대신 그들은 강한 교육적 태도를 가지고 있으며, 교사라는 직업은 사회적으로 높은 인정을 받는다. 한국의 교사들은 아이들을 교육하고, 건강하고 지속가능한 공동체 생활을 위한 중요한 가치를 전하며, 아이들을 민주 시민으로 길러내기 위해 존재한다. 한국에서 좋은 교육은 가치 있는 것이다. 그리고 아이들 또한 그렇다. 이 나라에는 아이들이 점점 줄어들고 있기 때문이다.
왜 학생 수는 점점 줄어들까
그 이유는 두 손가락으로 꼽을 수 있다. 물론 그 뒤에 놓인 원인들은 훨씬 더 복잡하다.
학생 수 감소의 첫 번째 이유는 인구 변화다. 한국은 0.7에서 0.8 사이의 수치로, 세계에서 가장 낮은 수준의 출산율을 보이는 나라 중 하나다. 이곳에서 가정을 꾸리는 일은 그리 매력적인 선택으로 보이지 않는다. 젊은 사람들은 12년의 학교생활, 밤늦게까지 이어지는 학원 공부, 그리고 수년간의 대학 공부를 마친 뒤 자신의 삶과 커리어를 누리고 싶어 한다. 특히 여성들은 더욱 그렇다. 내 아이를 낳아, 수능이라는 졸업 시험을 향한 똑같은 압박 속에 다시 밀어 넣는다고? 내 커리어를 포기한다고? 아니, 사양하겠습니다.
수능, 그러니까 12학년 이후 치르는 대학수학능력시험은 이 모든 문제의 뿌리처럼 느껴진다. 단 하루에 치러지는 시험. 그날 한국의 일상은 멈춘다. 학생들이 객관식 문제를 푸는 데 방해받지 않도록 항공 운항까지 제한된다. 객관식이라고? 그렇다. 평가의 공정성이라는 관점에서는 객관식만큼 공정한 시험 형식이 없기 때문이다.
수능 성적은 이후 삶의 커리어 기회를 결정한다. 이 시험을 준비시키는 것은 무엇보다 학원들과 거대한 과외 시장이다. 학교의 교사들은 교육, 인성교육, 시험 준비 사이에서 균형을 잡으려 애쓴다. 졸업 시험에서 멀리 떨어져 있을수록, 나는 학교들이 더 혁신적이고 아이 중심적이라고 느꼈다. 유치원과 초등학교에서는 경험하고 체험하는 배움이 중요하게 여겨진다. 특히 프로젝트 수업에서는 독일이 한국으로부터 배울 것이 많다. 중학교로 올라가고, 늦어도 고등학교에 이르면 학교는 점점 더 시험을 중심으로 정렬된다. 주어진 조건을 생각하면 그것 또한 이해할 수 있는 일이다.
학생 수 감소의 두 번째 이유는 강한 이촌향도 현상이다. 우리가 방문한 학교들은 모두 전라남도에 있었다. 하지만 전라남도만 이 문제를 겪는 것은 아니다. 젊은 사람들은 대도시 서울로 향한다. 다른 모든 지역과 도시들, 특히 농촌 지역은 심각한 인구 유출의 영향을 받고 있다.
반면 서울에서는 학생 수 감소가 거의 느껴지지 않는다. 대신 이곳의 부모들은 학원과 과외에 대한 압박과 높은 비용을 훨씬 더 강하게 느낀다. 아이를 해당 학원들에 보내는 데 한 달에 1,400유로까지 들 수 있다고 한다. 서울의 한 고등학교 한국인 교사가 우리에게 그렇게 이야기해 주었다.
한국식 돌봄의 대가
이 지점에서 내가 중요하게 생각하는 것이 있다. 밤늦게까지 공부해야 한다는 압박은 학교 교사들에게서 오는 것이 아니라 부모들 사이에서 만들어진다는 점이다.
우리에게는 이것이 이상하게 들릴 수 있다. 부모들은 왜 그냥 아이들에게 그렇게 큰 압박을 주는 일을 멈추지 않을까? 부모라면 결국 자기 아이에게 가장 좋은 것을 원하지 않는가. 그렇다. 한국 부모들도 마찬가지다. 다만 이곳에서는 오후의 좋은 학원, 저녁의 과외 교사, 주말의 특별 수업, 방학 중의 추가 학습 프로그램이 “아이를 잘 돌보는 일”에 속한다. 이런 태도를 이해하려고 하면, 우리의 독일식 머릿속에서는 조금 삐걱거리는 소리가 난다. 하지만 한국 부모들에게 배움에 대한 이런 집중은 좋은 의도에서 비롯된다. 그들의 관점에서는 자기 아이가 가능한 한 잘 배울 수 있도록 지원하는 것이 돌봄의 표현이다. 아이들과 청소년들 역시 이러한 돌봄을 원하고, 자기 친구들처럼 좋은 학원과 과외 교사를 만나고 싶어 한다. 성실하고 많이 배우는 것은 한국 문화에서 하나의 미덕이다. 그러나 상대평가 체계 속의 강한 경쟁 압박은 정신 건강이라는 불에 기름을 붓는 것과 같다.
대안학교와 직업교육
이쯤 되면 우리는 자연스럽게 묻게 된다. 한국에는 수능 없이도 좋은 삶이 있을 수 있지 않을까? 한국 사회의 많은 사람들은 어쩌면 그렇지 않다고 대답할지도 모른다. 그만큼 이 졸업 시험의 높은 가치는 사람들의 머릿속에 깊이 자리 잡고 있다. 하지만 전라남도 방문 중 우리는 학생들에게 다른 길을 열어 주는 교육제도의 다양성도 볼 수 있었다.
특별한 교육적 개념을 가진 직업학교와 대안학교는 한국에서 흔하지 않다. 대학 졸업이 하나의 표준처럼 여겨지기 때문이다. 하지만 그런 학교들은 존재하고, 교육정책적으로도 지원을 받고 있다.
우리가 방문한 학교들은 오히려 인기가 높아서 학생들이 입학하기 위해 선발 절차를 거쳐야 할 정도였다. 특별한 점은 이것이다. 이곳에서 10학년부터 12학년까지의 학생들은 수능을 준비하는 것이 아니라, 자신의 관심에 따라 전문적으로 배운다. 우리는 그래픽디자인, 영화, 사진, 목공, 금속공예, 도예를 중심으로 한 대안 사립학교를 보았다. 그곳에는 정말 멋진 작업실들이 있었고, 수업은 열려 있었다. 또 기술, 코딩, 로봇공학을 중심으로 한 공립 직업학교도 보았다. 그곳에는 큰 메이커랩들이 있었고, 학생들은 밤 10시까지 자신이 만들고 싶은 것을 마음껏 만들 수 있었다.
이러한 학교를 졸업한 학생들은 곧바로 기업에 취업하기도 하고, 수능 없이 대학에 지원할 수도 있다. 물론 인기 있고 커리어를 열어 준다고 여겨지는 SKY 대학은 아닐 수 있다. 대학들은 대체로 자체적인 선발 절차를 운영하고, 특히 전라남도처럼 농촌 지역에서는 학생 수가 부족하기 때문에, 그 전설적인 졸업 시험 없이도 대학 공부를 시작할 수 있다.
이렇게 읽고 나면 한국의 교육이 조금은 더 편안하게 느껴지지 않는가? 국제적인 보도에서는 이런 관점이 실제로 자주 사라진다. 그래서 나는 이 점을 여기에서 분명히 보여 주고 싶다.
한국과 독일을 이어 주는 것
한국의 교육은 다양하다. 우리 머릿속에 끈적끈적한 고정관념처럼 달라붙어 있는, “일방적인 강의식 수업”이라는 하나의 이미지로만 설명할 수 없다. 우리 교사 대표단은 정말 훌륭한 학교들을 방문할 수 있었고, 그 학교들은 한국의 아이들도 독일의 아이들과 사실 꽤 비슷하게 배운다는 것을 보여 주었다. 경험하고 체험하며, 함께 구성해 가는 협력 속에서 배운다는 점에서 말이다.
물론 많이 공부해야 한다는 압박은 엄청나다. 언제나 좋은 졸업 시험 성적을 목표로 삼아야 한다는 압박도 크다. 하지만 한국에는 직업교육의 길도 있고, 선택할 수 있는 대안학교도 있다. 부모들은 아이들과 함께 그 결정을 내린다.
그리고 나에게 묻는다면, 이 지점에서 우리는 또 하나의 공통점을 발견한다고 말하고 싶다. 그 공통점은 두 나라의 문화적 역사 속에 깊이 뿌리내리고 있다.
한국이 교육적으로는 교육학적으로 별 의미 없어 보이는 수능 대비에 묶여 있다면, 독일은 우리가 좀처럼 벗어나지 못하는 다층적 학교제도에 묶여 있다. 두 나라의 교사들은 그 단점을 보고 있으며, 이 제도를 바꾸려는 움직임을 보이거나 적어도 깊은 바람을 품고 있다. 한 나이 지긋한 한국인 교사는 평생 동안 이 졸업 시험이 마침내 폐지되기를 바라고 있다고 분명히 말했다. 그것은 내가 독일 교사로서 이른 나이의 선별과 김나지움을 마침내 없애기를 바라는 마음과 닮아 있다.
하지만 여기서도 결국 결정하는 것은 부모들이다. 김나지움이 여전히 필요하다고 생각할 것인지, 왜냐하면 그것이 사람들의 머릿속에서 바람직한 표준으로 자리 잡고 있기 때문이다. 아니면 모든 아이들을 위한 하나의 학교가 우리 사회의 미래를 위해 더 나은 선택일지도 모른다고 생각할 것인지.
전해 내려온 규범들은 우리의 머릿속에, 한국인과 독일인의 머릿속에 단단히 자리 잡고 있다. 익숙한 길을 떠나 새로운 것을 시도하기 위해서는 깊고 때로는 불편한 성찰, 그리고 변화할 용기가 필요하다.
의심할 여지 없이 두 나라는 서로에게서 많은 것을 배울 수 있다. 특히 나는 유치원과 초등학교를 매우 혁신적이고 프로젝트 중심적인 공간으로 경험했다. 이 점에서 한국은 지속가능발전교육과 기억문화의 측면에서 우리에게 큰 본보기가 될 수 있다. 또한 아이들의 교육과 성장에 대한 초등학교 교사들의 태도도 매우 존경스럽게 느껴졌다. 나는 한국에서 아이들과 그들의 교육이 얼마나 소중하게 여겨지는지를 느꼈다. 그리고 독일에서도 우리가 이 가치를 깨닫게 되기를 바란다. 너무 늦기 전에.
Hinterlasse einen Kommentar